| 25.10.2006 - Ironman Hawaii 2006 - Never ever give up!
Aloha friends, What a race! Was fuer ein verrücktes Rennen mit Hochs und Tiefs, was ich am vergangenen Wochenende erleben durfte. Das Rennen begann ueberhaupt nicht wuschgemaess, obwohl ich in San Diego im Masters Schwimmen super trainiert hatte und so schnell wie noch nie schwamm. Im Meer jedoch schwanden meine Kräfte nach sehr schnellem Anschwimmen schnell. Die Bedingungen am race day waren sehr hart und es herrschte starker Wellengang und Strömung. Nach etwas mehr als 59 Minuten und mit ca. 5 Minuten Rueckstand auf Faris kam ich aus dem Wasser. Eigentlich noch im Rahmen, jedoch schwammen exrem viele Pros in dieser Gruppe um Faris. An 123 Position machte ich mich auf die Verfolgung. Auf dem Rad war von Euphorie nicht viel zu spueren, etwas kraftlos fühlte ich mich anfangs. Meine linke Pobacke schmerzte ungewöhnlich stark bei fahren, wahrscheinlich war die 4-wöchige Anpassungszeit an die neue Time Machine etwas kurz. Dafür war ich aerodynamisch mit dem wohl besten Material unterwegs. Die negativen Gefuehle versuchte ich aber zu unterdruecken und fuhr einfach meine pace. Aufgeben war keine Option. Überholt wurde ich auf den 180Km Rad nur von Ain Alar Juhanson und Mitch Anderson. Ich zog anfangs eine kleinere Gruppe von 7 Athleten hinter mir her, jedoch gelang es mir, diese noch vor Hawi etwas zu distanzieren. Kurz vor dem 90Km Wendepunkt, fuhr mein Teamkollege Stefan Riesen zu mir auf, was mich sehr motivierte und mir nochmals einen Kick gab. Leider musste er nach dem Rad aufgeben, da er seinen special needs bag in Hawi verpasst hatte und so sein Energiedefizit nicht mehr ausgleichen konnte. Nächstes Mal ist er sicher wieder top. Nach Hawi lösten sich bei mir die schmerzen im Pobereich etwas und ich flog foermlich zurueck nach Kona obwohl da der Wind auch einen Einfluss hatte. Ich veraenderte meine Position auf dem Sattel und rutschte weiter zurueck, so konnte ich etwas andere Muskelgruppen belasten. Das Wetter hatte sich indes etwas verändert. Vor Kona kam ich in ziemlich starken Regen, mir kam das gelegen, dafür nahm die Luftfeuchtigkeit später enorm zu. Die meiste Zeit fuhr ich alleine und ueberholte noch einige Athleten. Es war ein super Gefühl sich gegen Ende der 180Km noch so gut zu fühlen. Bis zur T2 machte ich 95 Plaetze gut und befand mich auf Rang 28. Ich lief vorsichtig los, da ich wusste, dass man sich auf den ersten 10Km im Marathon kaputt machen kann. Das Thermometer stieg langsam gegen die 33 Grad und am Alii drive entlang fühlte es sich extrem feucht an. Die Ernährung klappte hervorragend und ich hatte nie ein Energiedefizit. Nachdem ich den Alii drive hinter mich gebracht hatte und die Palani road hochlief befand ich mich auf Platz 23. Es waren noch knapp 23Km vor mir und ich fühlte mich noch sehr frisch. Auf dem Weg ins Energy Lab befand mich in einer Art Flow, keine Schmerzen, nichts. Es lief einfach wie von alleine, was fuer ein Gefuehl! Ich machte nochmals 8 Positionen gut und wusste, dass ich mich in den Top 20 befinden musste, was mich natuerlich unheimlich beflügelte. Doch die letzten 5Km schmerzten nochmals enorm, keine Spur von Flow.... nur noch leiden und sonst nichts. Natürlich fiel mir das Leiden leichter als auch schon..... Als ich als 15er ins Ziel kam, konnte ich es kaum glauben. Neue Bestzeiten auf dem Rad (4h35) und beim Laufen (2h54) plus Overallbestzeit in 8h34min in Hawaii! Wow! Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich 15er werden wuerde, haette ich "ok" gesagt und gefragt, wo ich dafuer unterschreiben könnte. Wie bei jedem Ironman wurde ich wieder um eine Erfahrung reicher, vor allem der Mentale Aspekt kommt mir, je höher das Niveau, immer wichtiger vor. Ich denke, dass ich da einen riesigen Schritt vorwärts machen konnte. Dies ist auf jeden Fall mein groesster Erfolg und ich weiss, ich sollte jetzt erst mal geniessen, aber naechstes Jahr könnte ich es doch noch besser machen.... und zwar in allen Bereichen. Vielen, vielen Dank fuer die vielen Glückwuensche und die Unterstützung! Ronnie Fotos auf meinem Weblog » go |