|
15.09.2003 - Rennbericht Powerman Zofingen
Etwas frisch war es am Powerman Sonntagmorgen. 15 Grad Aussentemperatur bewogen mich Ärmlinge anzuziehen. Wie sich später herausstellte reichten diese jedoch nicht aus. Ich fühlte mich gut, jedoch hielten sich meine Erwartungen immer noch in Grenzen. 1. Lauf 10Km (2 Runden à 5Km) Der Start des Powerman Zofingen befindet sich nicht wie üblich auf der Fläche sondern im Steilhang. Das Tempo war Anfangs gar nicht hoch. Ich lief in der Spitzengruppe mit Vansteelant, Riesen, Maas und Aldebert gut mit. Ab der zweiten Runde übernahm Vansteelant das Tempodiktat. Nun musste ich ordentlich gas geben um nicht den Anschluss zu verlieren. John Kelai absolvierte die 10Km am schnellsten. 30 Sekunden dahinter kam unsere Gruppe mit allen Favoriten. Unsere Zeit stoppte bei 32 Minuten! Dank eines schnellen Wechsels konnte ich hinter Vansteelant und Riesen aufs Rad wechseln. Rad 150Km (3 Runden à 50Km) Kelai wurde sofort geschluckt. Mark Bailey sorgte, dicht gefolgt von Vansteelant und den anderen, für ein hohes Anfangstempo. Auf einmal flog David Senn, ein Teamkamerad der Duathlon Nationalmannschaf,t an uns vorbei und übernahm die Spitze. Er machte unglaublichen Druck auf den ersten 20Km, sodass Vansteelant und Riesen ihn ziehen liessen. Ich hatte schon in der Fläche leicht zu kämpfen und als es dann das erste Mal so richtig bergauf ging musste ich abreissen lassen. Die Kraft am Berg fehlte mir völlig. Nun, meine Ziele für dieses Rennen waren nicht genau definiert. Finishen wollte ich nur in Bestform mit einer Spitzenklassierung. Andernfalls wollte ich einfach ein schnelles Training ohne den abschliessenden 30Km Lauf machen. Ich versuchte also entgegen meinen körperlichen Signalen auf der Abfahrt wieder aufzuschliessen. Dies gelang mir mit erwartet grossem Effort. Dasselbe widerfuhr mir auch auf der zweiten Runde. Nur konnte ich da auf der Abfahrt nicht mehr zusetzen. In der dritten Runde war bei mir der Saft völlig draussen. Ich kam kaum mehr die Steigung zum Bodenberg hoch. Letztes Jahr noch raufgeflogen und heute konnte ich kaum mehr denselben 21er hochdrücken. Am höchsten Punkt, dem Bodenberg, nach 120Km angekommen, stieg ich völlig entkräftet an vierter Position aus. Das Tempo, zu welchem ich meinen Körper die ersten 80Km zwang, war an diesem Tag eindeutig zu hoch. Stefan konnte sich währenddessen absetzen und fuhr einen Vorsprung von vier Minuten bis zur Wechselzone heraus. Dahinter folgten Aldebert, Maas und Vansteelant. Auf der letzten Laufrunde zog Vansteelant an Riesen vorbei. Stefan konterte jedoch noch einmal auf seine unnachahmliche Weise und verwies den Kurzdistanzweltmeister doch noch auf Rang zwei. Ich freue mich riesig für Stefan zumal er nun wirklich genug zweite Plätze im Palmares hatte. Herzliche Gratulation nochmals! (Ich hoffe er kommt trotzdem mal wieder mit mir ins Trainingslager....) Fazit und Hawaiivorbereitungen Im Hinblick auf den Ironman Hawaii war dieser harte Wettkampf sicher ein super Training. Das Niveau ist aber zu hoch um einfach mal schnell als Training mit Riesen und Vansteelant mitzufahren. Chris McCormack hat dies letztes Jahr in Zofingen auch gemacht und ist nach 115Km ausgestiegen. Nur bin ich nicht McCormack. Nun kann ich mich aber ohne grossen Nachwehen auf Hawaii vorbereiten. Diese Woche halte ich mich noch etwas zurück, bevor für mich dann noch der letzte Trainingsschliff ansteht. Am 8. Oktober geht’s dann ab nach Kona, wo ich mich 10 Tage lang vor dem Showdown akklimatisieren kann. Vielen Dank an alle die mich auch an diesem Wettkampf wieder so selbstlos unterstützt haben. Greets Ronnie Links: Powerman Zofingen Website Rangliste Elite Men |